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Ich springe mit Taucherbrille ins Wassers – nachdem die Luftblasen verschwunden sind sehe ich wie zwei weit aufgerissene grosse Hai-Mäuler auf mich zu schwimmen. Nein, dies stammt nicht aus dem Drehbuch von ‚der weisse Hai‘, dies ist ein wunderbarer und unvergesslicher Moment auf den Philippinen. Es sind auch keine weissen Haie, sondern Wahlhaie – die zwar um einiges grösser sind als ich, dafür aber völlig harmlos.

Während Donsol ein bekannter (und auch ziemlich überlaufener) Ort ist um mit Wahlhaien zu Schnorcheln ist es in Oslob auf Cebu noch fast ruhig. Einziges Problem für einen Langschläfer wie mich ist, dass die Wahlhaie früh am Morgen erscheinen und die Anreise von Cebu-City einige Zeit in Anspruch nimmt. So geht’s an meinem Geburtstag recht früh ins Bett. Der Wecker ist auf 4 Uhr in der Früh gestellt und nach einer anstrengenden Stadtbesichtigung fällt es nicht sonderlich schwer einzuschlafen.

Los geht’s in der Luxus-Variante per Van Richtung Oslob. Mein Chauffeur ist schon putzmunter – ganz im Gegensatz zu mir. So fahren wir im Meer entlang und die ersten Sonnenstrahlen wecken dann auch mich auf. Warum bin ich eigentlich so früh aus den Federn? Auch ja – Wahlhaie. Hoffentlich sind sie heute auch da. Es wäre ja fast schon frech, wenn nicht, schliesslich habe ich ja Höllenqualen beim Aufstehen zu einer so unmenschlichen Zeit erlitten.

Nach Ankunft erfolgt eine Einweisung. Keine Sonnencreme (schadet den Tieren), Abstand einhalten usw. Alles verstanden und den Betrag an die lokalen Fischer bezahlt? OK – dann kann’s losgehen. Eigentlich könnte man die Strecke ja vom Strand auch rausschwimmen – aber die Fischer leben von den Touristen und wären davon wohl wenig erfreut. Also geht es raus mit dem Fischerboot. Da sind die Wahlhaie auch schon. Zuerst schaue ich vom Boot aus zu und geniesse den Augenblick. Ich schiesse einige Fotos und dann kommt das „Go“, dass ich mit ins Wasser darf. Los geht’s!

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Mit einem Sprung rein ins Wasser und da schwimmen doch gleich zwei mit geöffnetem Maul auf mich zu. Zu fasziniert vom Augenblick vergesse ich ein Foto zu machen. Danach schnorchle ich mit den Wahlhaien. Grandios! Jetzt ist es an der Zeit einige Schnappschüsse zu machen. Mein Guide bietet mir an einige Fotos zu machen mit meiner Unterwasserkamera. Das geht dann rund 10 Minuten – leider war er kein guter Fotograf… Anscheinend hat niemand den Wahlhaien etwas von den Abstand-Regeln gesagt. Jedenfalls schwimmen die mehrmals sehr nahe an mir vorbei 😉 Nach 20 Minuten ist der Spass schon wieder vorbei – „Time is over – please come back!“. Schade, ich wäre gerne noch etwas im Wasser geblieben.

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Nach den wohl fast üblichen ersten Urlauben in den Teenager Partyhochburgen, habe ich schnell meine Freude an Individual-Reisen entdeckt. Das Internet steckte noch in seinen Kinderschuhen und Tripadvisor war noch nicht erfunden. Mit Reiseführern (ja - das sind Bücher) und aufwändigen Suchen auf Yahoo (das 'alte' Google) habe ich so meinen ersten individuellen Reisen geplant.Heute nutze ich meine Freizeit und erkunde die Welt. Ich liebe es, wenn das Meer warm und die Korallen bunt sind. Aber auch die Begegnung mit einem Bären in der Wildnis von Alaska lassen mein Herz höherschlagen.Viel Spass beim Lesen meiner Beiträge. Über Kommentare, Likes und natürlich das Teilen der Beiträge auf Facebook, LinkedIn und Co. freue ich mich natürlich.

7 KOMMENTARE

  1. Tipp von Daniel für Menschen mit Brillen – unbedingt eine korrigierte Taucherbrille organisieren – du hast Meer, äh, mehr davon!

  2. Vielleicht ist weniger los als in Donsol, dafür sind die Wahlhaie vor CEBU angefüttert. Gerade als Reisender kann man nicht immer alles ökologisch korrekt machen (fängt ja schon beim Fliegen an). Aber die Anfütterung von wilden Tieren zur Unterhaltung von Touristen sollte man wirklich nicht unterstützen. Das bringt das gesamte System durcheinander. In Südafrika sind zum Beispiel die Angriffe von Weißen Haien auf Surfer enorm gesteigen seitdem dieses furchtbare Käfigtauchen angeboten wird. Dies soll keine Rüge sondern ein hoffentlich hilfreicher Hinweis sein. Musste mich auch erst mit dem Thema auseinandersetzen.

  3. Wir fliegen in 6 Wochen nach Manila – wier kommt man von da am besten nach Oslob? (oder ist Donsol dann doch die „bessere Wahl“) Und was kostet der Spaß eigentlich?

    LG, Kerstin

  4. Ich war auch dort, einfach nur einzigartig und obercool… wie überhaupt alles in Cebu… egal ob Strand oder Stadt, dort wirds nie langweilig… coolster Urlaub ….

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